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Waldmünchen

 Der liebenswerte Urlaubsort, der mit über 200 km markierten Wanderwegen als Geheimtipp für Wanderer und Naturfreunde gilt. Die Besonderheit im Festspielsommer ist das historische Freilichtfestspiel "Trenck der Pandur vor Waldmünchen", das in einem begeisternden Spiel einen Einblick in diewechselvolle Geschichte der über 1000-jährigen Stadt gewährt.
Das "Grenzland- und Trenckmuseum" dazu ist brandneu und ganz speziell ausgerichtet. Der Perlsee mit seinen Einrichtungen ist zum wahren Eldorado für Badegäste, Bootfahrer, Surfer, Ausflügler und im Winter für die Eisstockschützen geworden. Der Komfortcampingplatz am Perlsee ist mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet.Die neuste Attraktion ist zweifellos das Erlebnisbad "AquaFit". Behagliche Gastlichkeit und in vielen Teilen noch unverfälschte Natur lassen jeden Urlaub zur Erholung werden.

 


Waldmünchen - historischer Spaziergang

Rathaus

 Eine der ersten geschichtlichen Nennungen des Rathauses stammt aus dem Jahr 1633. Nachdem die Nachfolgebauten den großen Stadtbränden von 1658 und 1708 zum Opfer fielen, wurde es 1725 wieder aufgebaut. In seiner jetzigen Form besteht es seit 1907, wobei im Neubau wesentliche Elemente der früheren Bauten (Glockenturm, Krüppelwalmdach) übernommen wurden. 1996 wurde es mit dem sog. Stadlerhaus mit seinem dreigeschossigen Keller, dessen unterirdische Gänge zum Marktbrunnen und früher sogar bis zum alten Pflegerschloss führten, erweitert.

Nepomuk-Denkmal

 Am oberen Marktplatz steht auf einem steinernen Ornamentsockel der Heilige Nepomuk.
Als Brückenheiliger bekannt, wurde er als "Hausheiliger" der Erbauer (Gebrüder Franck) zur Denkmalfigur.
Sie wurde 1769 zum Gedenken an die weitgehende Verschonung der Stadt durch die Panduren aufgestellt.
Es ist eines der wenigen Denkmäler dieser Art in Bayern mit einem Chronogramm.
Dabei ergeben die Großbuchstaben in der eingemeißelten Inschrift zusammen gezählt die Jahreszahl der Erbauung.

 

Marktbrunnen

 Die beiden Marktbrunnen (der obere als Achteckbrunnen in den Jahren 1776 bzw. 1790 erbaut) wurden nach der Säkularisation aus dem Kloster Schönthal geholt.
Der untere Brunnen hat den Hl. Joseph in der Mitte, während der obere Brunnen eine Kugel auf dem Kapitell hat.

 

 

Haus Nr.11

Im ehemaligen Gasthof zur Post hatte seit dem 16. Jahrhundert die Posthalterei der Stadt Waldmünchen ihren Sitz. Vom 21. bis 23. Mai 1833 übernachtete der französische Staatsmann und Dichter Francois Vicomte de Chateaubriand hier, nachdem er die Grenze nach Böhmen nicht passieren durfte. In seinen weltberühmten Memoiren beschrieb er auf 18 Seiten die Bürger von Waldmünchen, sein Zimmer, die Posthalterei und andere Ereignisse. Noch heute erinnert eine Gedenktafel vor dem Gasthof zu Post an den Besuch Chateaubriands.
Seit 1993 besteht zwischen Combourg, dem Geburts- und Sterbeort Chateaubriands, und Waldmünchen eine Städtepartnerschaft, für die Waldmünchen 2000 die Europafahne verliehen bekam.

 

Stadtpfarrkirche St.Stephan
 Ursprünglich wurde die neuromanische Kirche im Jahre 1351 als Stephanuskapelle erbaut.
Durch die schweren Stadtbrände 1658 und 1708 wurde sie bis auf die Grundmauern zerstört und mit Erweiterungen immer wieder neu aufgebaut. Die Wiederaufbauten sind heute noch an der unterschiedlichen Höhe des Fußbodens und an den einzelnen Bauelementen erkennbar.
Im Zuge der "Barockisierung" wurde der Kirchturm in den Jahren 1553-1558 als Stadtturm errichtet und dem Baustil durch eine Zwiebelkuppel angepasst.
Zwischenzeitlich gibt es die beliebten Turmbesteigungen, bei denen man auf den Spuren des letzten Türmers Josef Bieringer, der bis 1923 in der Türmerwohnung lebte, wandeln kann. Neben der Holzfigur "Christus im Keller" aus dem 17. Jahrhundert befindet sich an der rechten Kirchenwand das Gnadenmutterbild. Dies ist eine Nachbildung der so genannten Schwarzen Madonna von Tschenstochau und wurde von Johann Schmid im 17. Jahrhundert gestiftet.
Böhmerstraße

Die Böhmerstraße hat in der Geschichte der Hofpost eine wichtige Bedeutung.
Seit 1527 führte der Weg der österreichischen Hofpost von Nürnberg über Waldmünchen nach Prag durch diese Straße. Sie diente auch als Handels- und Heeresstraße und verschiedene Kriegsheere nutzten diesen Weg als Durchzug.
Das Böhmertor, welches sich zwischen dem Jugendhaus und der Gastwirtschaft
befand, wurde 1839 als letztes der vier Stadttore abgerissen, nachdem der Durchgang für die Fuhrwerke zu niedrig wurde.

Schlosshofensemble und Burghof

 Das ehemalige Pflegerschloss wurde 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Nach den großen Stadtbränden wurde der aus mehreren Gebäuden bestehende Komplex im 17. und 18. Jahrhundert dreimal erneuert.
Über den Treppenaufgang gelangt man zum imposantenRundturm, dem ältesten noch erhaltenen Wehr- und Pulverturm aus dem Jahr 1000. Im Inneren des Turmes befindet sich der Schlosskeller mit einem 80 m tiefen Brunnen und einem Netz von unterirdischen Gängen. Bei Umbauarbeiten stieß man auf zwei Epitaphe aus dem Mittelalter, die nun im Treppenaufgang zu bewundern sind.
Im Burginnenhof steht der 1989 aufgestellte Europabrunnen mit 8 verschiedenen in Bronze gehauenen Sinnbildern aus der Geschichte Waldmünchens.

Jugendbildungsstätte

 Das "Jugendhaus", wie es seit jeher bezeichnet wird, wurde 1983 mit einem Kostenaufwand von 20 Mio. DM erbaut. Dabei wurde ein Teil der uralten Stadtmauer entdeckt und in die Fassade integriert.
Heute ist das Haus (mit Jugendherberge) eine internationale Begegnungsstätte für Jugendliche aus aller Welt und zugleich auch für Erwachsenenbildung im Bereich der ganzen Oberpfalz.

Grenzland und Trenckmuseum

Die Museumslandschaft im Landkreis Cham ist durch das Waldmünchner Spezialmuseum reicher geworden.
Mit den Schwerpunkten um den Pandurenoberst Franz von der Trenck und seine Panduren sowie die Grenze
nach Böhmen präsentiert das Museum von der Stadtgeschichte über die Posthistorie bis hin zur Trenck-Geschichte (mit dem Freilichtfestspiel) auf drei Etagen eine breite und doch ungemein spezielle Palette.

Freilichtbühne

 

 Auf dieser Naturbühne mit einem Stück alter Stadtmauer wird seit 1950 alljährlich das Historische Freilichtfestspiel
"Trenck der Pandur vor Waldmünchen " aufgeführt. Der alte Salzstadel aus dem 15. Jahrhundert wird in das Spielgeschehen, bei dem mehr als 300 Laienschauspieler mitwirken, einbezogen. Die überdachte Zuschauertribüne bietet Platz für 720 Zuschauer.

 

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Orts-Info

 

Rathaus
Stadt Waldmünchen
Marktplatz 14 u. 16
93449 Waldmünchen
Tel. 09972 307-0
Fax 09972 307-30

Sehenswertes

Rathaus
Nepomuk-Denkmal
Marktbrunnen
Haus Nr. 11
Stadtpfarrkirche St. Stephan
Böhmerstraße
Jugendbildungsstätte
Schlosshofensemble
und Burghof
Freilichtbühne
Grenzland- und
Trenckmuseum


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